================== kurze Metadiskussion ====================
Hi,
da mein Vorschlag auf der Mailingliste (15.1., 14:48) ohne Gegenrede blieb, möchte ich ihn als AG-Ziel vorschlagen. Ganz besondere Bitte auch an die eher mitlesenden Piraten, sich hier einzubringen!
Können wir uns für die Diskussion dazu bitte auf folgende Punkte einigen:
- Weiterentwicklung dieses Vorschlages direkt im Text. Ganz andere Vorschläge bitte als Gegenvorschlag danebenstellen.
- Bitte keine missverstehbare Worthülsen, feingetunte Terminologie oder Worte die etwas anders bedeuten sollen, als im Lexikon steht verwenden.
Grüße und Danke,
Dirk
@moonopool
- mit Rücksicht auf Daniels unbändige Infoberge-Flut täte mMn eine Beschränkung des Umfangs der Vorschläge(Abschnitt "Inhalt"), in der jetzigen Phase Zielbeschreibung z.B.
- Text maximal 3000 Zeichen
- nur ein Bild zulässig
keine Verwendung von Wörtern, die erklärungsbedürftig sind (Machteinheit, Plattform-
Wettbewerb, Tool-Evolution usw.) der Diskussion gut
Gruss
Dromedar
================== ab hier Inhalt ====================
------------------------------ Vorschlag von Dirk ----------------------------------
Von der AG wünsche ich mir ein Verfahren (ggf unterstützt durch ein oder mehrere geeignete Tools, die dann möglichst breit eingesetzt werden), mit denen Piraten und ihnen Nahestehende sich zu spannenden politischen Fragen
- a. virtuell zusammenfinden können, um
- b. die Themen zielführend, ggf. kontrovers zu diskutieren und die wesentlichen Argumente zusammenzustellen und zu bewerten (!!) und schließlich +1
- c. das Ergebnis der Diskussion (das durchaus aus mehreren denkbaren Alternativen bestehen kann!) nachvollziehbar festzuhalten.+1+1
Letzteres nicht zuletzt, um die der Presse ausgesetzten Piraten, zuvörderst den BuVo, mit aktueller Information zu versorgen, was die Basis so treibt, bzw. umtreibt.
Dieses Verfahren sollte vom Konzept und von der Implementierung her für alle Piraten direkt verständlich und super leicht anwendbar sein, sowohl beim Einbringen konkreter Diskussionsgegenstände, als auch bei der Teilnahme an der Diskussion und beim Erheben eines Meinungsbildes. Form und Ablauf der Diskussion und der Ergebnissicherung sollten nur so wenig wie möglich eingeschränkt sein. Aber eben so viel wie nötig, um ein chaotisches Auseinanderfasern der Diskussion zu verhindern und eine demokratische Willensbildung zu fördern.+1
Begriffliche und technische Einstiegshürden sollen minimiert werden, sog. "offline-Piraten" dürfen nicht von der Diskussion und von ihren Ergebnisssen abgeschnitten sein. Guideline ist: Wenn Eure Oma es versteht, dann ist es brauchbar, wenn sie Euch fragt: wie krieg ich da einen User(-account?), dann ist es gut und wenn sie Euch das gar nicht erst fragen muss, dann haben wir gewonnen :)
Das Verfahren soll keine Lösung für virtuell durchgeführte Entscheidungen mit dem Verbindlichkeitsgrad von Parteitagsbeschlüssen sein. (Muss es nicht sein, klar. Wäre doch aber nicht schlecht, wenn das Verfahren, z.B. über eine elementare Option "Gruppe=Parteitagsteilnehmer", als Meinungsbild einsetzbar wäre).
Ganz grob stelle ich mir eine Kombination vor, die Funktionen wie von LIMEsurvey - http://www.limesurvey.org, WikiRational - http://hermes.algo.informatik.tu-darmstadt.de/wikirational und einem Forumsystem zur freien Diskussion flüssig integriert und mit einem gemeinsamen Login über die PiratenID zugänglich macht.
--- Diskussion ---
- Nebenbedingung, die zu berücksichtigen gilt: Viele Leute haben (gute) Ideen, es ist aber wesentlich schwieriger die Ideen anderer Leute nachzuvollziehen und zu recherchieren.
- dein Punkt
- jemandes Reaktion darauf
- ...
- Interessierte an diesem Ziel
- wäre wert, mal ausprobiert zu werden
------------------------------ Vorschlag von Merkbefreiter ----------------------------------
Ich denke ein Ziel sollte kurz und prägnant formuliert werden. In Teilen stimme ich Dirks Zielvorschlag zu. In anderen Teilen dem von Schnittmenge.
Mein Ziel lautet:
- Definition der Anforderungen an ein
- a) Entscheidungssystem (Beschlußfassung) inkl.
- b) Informationssystem (Meinungsbildung) und
- c) Diskussionssystem (Konsensbildung).
- Evaluierung bestehender Systeme anhand der Anforderungen,
- Auswahl bestehender Syteme oder
- Implementierung neuer Systeme.
Die drei Systeme bilden unterschiedliche Anforderungen ab, die im Gesamtkontext der Meinungsfindung innerhalb der Piratenpartei aber auch innerhalb Deutschlands, Europas oder der ganzen Welt, wieder zusammengeführt werden sollen.
--- Diskussion ---
- Auf dieser Ebene können sich wahrscheinlich noch alle treffen. Und die Formulierung ist kurz. Prägnant ist sie allerdings in dem Sinn nicht, dass wir die aktuellen Meinugsverschiedenheiten lediglich in die Phase "Sammlung der Anforderungen" verschieben. Da wird dann der eine sagen "die verwendeten Begriffe müssen allgemeinverständlich sein" und der andere "es darf kein Tool-Lock in geben". Sind wir dann weiter?
- Ja, ich denke wir wären dann weiter. Ein erster Konsens eint uns dann. Wir können immer wieder zu diesem Konsens zurückkehren und die Situation versuchen neu aufzulösen. Immer den Kodex vorausgesetzt ;o) Die Prägnanz muss sich mMn durch einen iterativen Prozess etablieren. Ich würde mich hier Top-Down vom generellen zum speziellen vorarbeiten wollen.
- guter Punkt. Auf konkreterem streiten heisst besser streiten. Du hast mich überzeugt, es versuchen zu wollen
- was mir in der Ziele-Liste fehlt, ist _zusätzlich_ zu Evaluierung, Auswahl und Implementierung neuer Systeme ein Ziel
- Interessierte an diesem Ziel
------------------------------ Vorschlag von <> ----------------------------------
--- Diskussion ---
- mein Punkt
- jemandes Reaktion darauf
- ...
- Interessierte an diesem Ziel
------------------------------ Vorschlag von <> ----------------------------------
--- Diskussion ---
- mein Punkt
- jemandes Reaktion darauf
- ...
- Interessierte an diesem Ziel
------------------------------ Vorschlag von <Schnittmenge> ----------------------------------
Es tut mir leid, aber ich halte die Elfenbeinturmstrategie von Schnittmenge nicht mehr aus. Die Mehrheit seiner Aussagen ist ja unstrittig anerkennens- und unterstützenswert. Aber einige seiner Kernaussagen wirken mMn geradezu paralysierend, selbstzerstörerisch oder wie man das nennen will. Ich kann deshalb nicht wie gewünscht eine "Reaktion darauf" abgeben - also doch nur ein paar Kommentare im Text.
Projekt: Datenfreiheit
1. GEWALTENTEILUNG DURCH DEZENTRALISIERUNG
http://de.consenser.org/files/Konsensbildung-dezentralitaet.png
Durch Dezentralisierung kann EINE strukturelle Gewalt entschärft werden.
Ratet mal, wer sich am meisten freut, wenn die Piraten möglichst viele "Machteinheiten" bilden! Was soll hier eine "Machteinheit"???
2. PRIVATHEIT/ÖFFENTLICHKEIT
http://de.consenser.org/files/Konsensbildung-privatheit.png
Mir scheint hier eine klare Unterscheidung Admin vs. Moderator nötig!
3. METADATEN
http://de.consenser.org/files/datenfreiheit-03.png
Jeder ist frei eine Machteinheit zu bilden, er ist frei seine Tools und Mitstreiter zu wählen. Zu diesem Thema sagte der alte Goethe: "Und kannst Du selbst kein Ganzes bilden, so schließe als dienendes Glied an ein größeres Ganzes Dich an!" Damit er die Reichweite seiner Ergebnisse erhöht, kann er seine Informationen mit standardisierten Metadaten belegen.
Die Standardisierung der Metadaten bricht Machtstrukturen auf und ermöglicht und vereinfacht Bottom-up Prozesse, wie Toolevolution, Gruppenbildungen und Informationsverarbeitung. Denn die strukturelle Gewalt, die von nur EINEM gemeinsamen Tool, EINER gemeinsamen Datenbank oder nur EINER gemeinsamen Struktur ausgehen wird entschärft. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die dezentral entstandenen Informationen nach den jeweiligen Kriterien einer Machteinheit gesammelt und aufbereitet werden können.
4. TRANSPARENZ
Vorausgesetzt, es liegen die Daten und Prozesse offen, so besteht das Hauptproblem darin, relevante Information zu finden bzw. eine Datenflut zu verarbeiten.+1 Transparenz zu einem Thema bedarf einer gezielten Sammlung, Filterung und Aufarbeitung von Informationen. ++1 Gezielt kann sich auf ein Fachbereich, Arbeitskreis, Thema, Diskurs etc. beziehen.
Eine Filterung und Aufbereitung von Information findet immer nach persönlichen Kriterien statt. Aus diesem Grund bedarf es einen Wettbewerb an aufbereiteter Information, unterteilt in die verschiedenen Kategorien.
http://de.consenser.org/files/mashup-04.png
Dieser Wettbewerb darf meiner Meinung nach nicht durch die Ausweisung oder Wahl EINES Beauftragten oder Koordinators einer Kategorie unterbunden werden. Viel mehr sollte jeder die Möglichkeit haben sich durch die Qualität der aufbereiteten Information profilieren zu können.(Im Prinzip JA, aber WIE??) Denn im Kontrast verschiedener Standpunkte entsteht eine bessere Transparenz, (aber nur für den, der diese Standpunkte gründlich vergleichen kann - also zu jedem Thema nur für wenige Spezialisten) als die aufbereitete Information EINES Verantwortlichen, wie auch immer dieser Verantwortliche bestimmt wurde.
5. KONSENSBILDUNG
Bild "Entschärfung des sozialen Dilemmas" in Bearbeitung
- Wie eine Person sich seine Meinung bildet ist Privatsache.
- Wie eine Gruppe (Machteinheit) ihren Standpunkt ermittelt liegt in der Verantwortung der Gruppe selbst. Die Gleichsetzung Gruppe=Machteinheit ist mMn eine Sprachschluderei.
- Zur Erarbeitung von Entscheidungsvorlagen, die eine hohe Zustimmung bekommen sollen, bedarf das gegenseitige Verstehen von Meinungen und Standpunkten. Dieses gegenseitige Verstehen kann durch die Formulierung eines Konsensvorschlages demonstriert(??) werden. Ein Konsensvorschlag erlaubt es anderen zu beurteilen, ob sie sich in einem Konsensvorschlag mit berücksichtigt empfinden. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann man durch gegenseitiges Feedback für einen gemeinsamen Lernprozess sorgen. Durch nach korrigieren können sich unterschiedliche Konsensvorschläge annähern. Im Idealfall gleichen sich alle Konsensvorschläge an.
- Welche Meinungen, Standpunkte oder Konsensvorschläge in das Parteiprogramm aufgenommen werden entscheidet der Bundesparteitag. Die Entscheidungsvorlage, die auf Basis eines breiten Konsenses erstellt wurde, wird dir größte Wahrscheinlichkeit haben, vom Bundesparteitag legitimiert zu werden.
6. PROTOTYP
Zur Demonstration dieses Konzeptes wird ein Prototyp entwickelt. Da Drupal 7 Inhalte automatisch mit Metadaten (RDFa) belegt, bedarf es nur der Entwicklung eines Moduls, dass jede Drupal 7 Website, um die Funktionalität des Sammelns, Filterns, Aufbereitens und den Prozess der Konsensbildung erweitert.
Bitte um einen Link auf eine Drupal7- Musterseite!
Dafür suchen wir einen RDFa Experten und ein paar Drupalmodulentwickler oder einen Sponsoren zur Finanzierung der Entwicklung dieses Prototyps. Bitte bei mir melden.
Jeder der eine Drupal 7 Website hat oder sich installiert, kann durch die Installation des Moduls an der anschließenden Testphase beteiligen.
7. AUSBLICK
Basierend auf den Erfahrungen der Testphase, wird die Belegung der Metadaten, so erweitert, dass auch Blogger ohne RDFa ihre Meinungen einbringen können. Des Weiteren soll eine Verfolgung und Beteiligung auch über Newsgroups möglich sein.
8. WICHTIG!
Die Trennung von der „Entstehung und Verarbeitung der Daten“ von den „metadatenbelegten Daten“ selbst ermöglicht es jeden Programmierer alternative Lösungen für die Belegung, Sammlung, Filterung und Aufbereitung der Daten entwickeln und anbieten zu können. Dies ermöglicht einen evolutionären Prozess, der erwünscht ist, da man NICHTWISSEN kann, was die beste Toollösung ist. Gleichzeitig entschärft diese Herangehensweise die Probleme mit dem Datenschutz, denn welche Daten öffentlich sind und welche nicht, wird an der Entstehungsquelle entschieden.
Quelle: http://de.consenser.org/node/2529
- Kann mal bitte diese ständige Werbung für dieses Projekt eingestellt werden?
- <= Solange ich das Gefühl habe, dass die Kritik gegen mich geht und keine bessere Lösung angeboten wird, die Datenschutz, Freihheit, Transparenz, Machtmissbrauch, usw. besser löst, werde ich weiterhin für dieses Projekt werben.
- Dieses Tool fällt durch ein ausgefeiltes Marketingmaterial auf. Leider hat es gar keinen Inhalt. Es verspricht nur und hält nichts.
- > Es verspricht nur und hält nichts.
so allgemein würde ich dieser Aussage nichts zustimmen. Ich kann mir aber gut
vorstellen, dass die Erfolgsaussichten des zu vermarktenden Tools, z.B. des Tools,
dass von Daniel konsequent ins Gespräch gebracht wird, sich spürbar verbessern
können, wenn Daniel sich mit dem Gedanken anfreundet, dass es unterschiedliche
Sichtweisen geben kann, wass eine "bessere Lösung" ist ;-|. Und das wir noch keine
Definition/Anforderungskatalog haben, was eine (gute) MFT-Lösung zu leisten hat. Und
ich finde es doch vorteilhafter, dass lediglich Verweise auf externe Quellen, wie z.B.
consenser.org aufgeführt werden, statt mitten in der Diskussion umfangreiche
Textabschnitte, Bilder zu platzieren. Textabschnitte und Bilder, die mMn agresssiv und
voreilig für einen bestimmten Lösungsansatz werben, obwohl wir hier erst in der Phase
Zielsetzung sind.
--- Diskussion ---
- mein Punkt
- jemandes Reaktion darauf
- ...
- Interessierte an diesem Ziel